KunsTRaum
J.Maulbetsch

Über den Menschen...

...hinter den Bildern.

Was gibts schon groß über mich zu sagen?

Bin ich mein Name?
Das was andere  von mir denken?
Mein Arm? Mein Kopf? Mein Fuß? Meine Gedanken? Meine Taten? Mein Beruf?
Mit welchem dieser Kleiderstücke bedecke ich meine nackte Existenz?

Auf dem Papier bin ich gelernter Mechatroniker und studierter Philosoph.
Was die Kunst angeht, bin ich einerseits Autodidakt und anderereseits ein "Postbote des Lebens".
Denn mich inspirieren ständig Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Bereichen des Lebens, welche jenseits unserer subjektiven Offenbarungen der absoluten Realität liegen. Mit der Zeit musste ich im Selbsstudium lernen damit umzugehen und wie ich diesen Botschaften des Lebens durch mich, meine Hand und den Pinsel den ich halte - hindurch, ihren angemessenen Ausdruck in dieser Welt zukommen lassen kann. Die Kunst besteht für mich dabei darin, eine solche Inspiration als Idee in mir heranreifen zu lassen, bis sie durch die Abstimmung aus Farbe, Form, Titel und Perspektive ihren Nennern entsprechend, angemessen in die Konzepte dieser Welt gekelidet werden kann.

Dabei stehe ich vor der Herausforderung, dass eine jede universelle Wahrheit sofort im Augenblick ihres Ausspruches, in eine subjektive Perspektive kollabiert, ganz ähnlich wie wir es auch von den Quantenzuständen im Zustand der Superposition her kennen. Wenn bei diesem Prozess die Sprache das subjektive Teilchen ist, dann ist das Bild das universelle und zu allen erdenklichen Perspektiven kollabierbare Feld. Und wie Kant so wunderbar herausgerarbeitet hat, macht erst Anschauung und Begriff zusammen die Erkenntnis, weshalb die Titel ein untrennbarer Teil der Werke sind.

Meine Bilder sind daher als Früchte voller Wissen zu betrachten, welche vom Baum des Lebens stammen. Es sind Einblicke in das was Jenseits unseres Alltages liegt, um durch diese Fenster einen Blick auf die Aussichten unserer Reise des Lebens zu erhalten. Damit wir diese als Otientierungshilfe, Landkarten und Wegzeiger nutzen können, um auf unserer Reise am Leben wachsen zu können.
In gewisser Weise erzähen meine Bilder von der Reise unseres Lebens, welche auf dieser Welt mit unserer Geburt beginnt und mit unserem Tod endet. Was "davor" und was "danach" kommt weiss niemand - weil das Außerhalb mit dem Innerhalb versucht wird zu Denken.
Doch unser Leben hier auf Erden ist ein Besuch innerhalb dieser Welt; und darin eine Reise. Eine Reise vom Anfang bis hin zum Ende, die linear zu verlaufen scheint. Eine Linie, die wie ein Seil aus unzählbaren Fasern einzelner Situationen besteht, die ineinander verfilzt die Dauer unseres Lebens zusammensetzen. Manchmal kreuzen sich unsere Wege; manchmal über einen längeren Zeitraum und irgendwann trennen sie sich auch wieder. Spätestens mit dem großen Ende unserer Reise.

Dieses Lebensseil ist bei jedem Menschen ein anderes, doch durchwandern wir alle dieselbe Welt. Und wie bei jeder Reise, hält auch die Landschaft unseres Lebens so einiges für uns bereit. So kennen wir uns hin und wieder aus, doch so manches Mal haben wir auch keine Ahnung wo wir sind. Wir begegnen Bekanntem, Neuem und Unbekanntem. Manchmal fehlen uns Bilder und Worte um das Erlebte zu beschreiben; manchmal wissen wir was die Konsequenzen aus Situationen sind - und manchmal kommt es anders als gedacht. Wir können in die Tiefen hinabtauchen und uns durch Felsen graben, wobei wir hier und da einige Schätze finden. Wir können in nie geahnte Höhen aufsteigen, aber auch tief fallen. Wir können wie gelähmt an einem Ort verharren, aber genauso wild umhertoben. Wir begegnen manchmal finsteren Gestalten und manchmal freundlichen. Manchmal ist das Leben absurd, manchmal toternst und manchmal lustig. Manchmal sind wir die komischen, die finsteren Gestalten für andere und nicht selten auch die freundlichen.
Was wir letzten Endes mit unserer Reise des Lebens anfangen liegt in unserer Hand. Daran, wie wir die Dinge angehen.
Ob wir uns über Blickwinkel streiten, oder diese zu einem Gesamtbild integrieren; damit wir auch das sehen können, was wir nicht sehen.
[Und damit meine ich: Versuch mal hinter dich zu schauen, ohne dich rumzudrehen.
Und denk dran: Egal wo du hinschaust, es wird immer ein "Hinter dir" geben.   ;)  ]

Meine Kunst soll von genau dieser Landschaft des Lebens erzählen. Wegweiser und Landkarte sein. Gefahren, Inspirationen, Möglichkeiten und Reise-Geschichten erzählen. So, dass wir uns selbst und die Gegend in der wir gerade sind, besser verstehen können. Denn nur wer einerseits sich selbst kennt und andererseits die Gegend, kann sich dort sicher bewegen und diese entdecken.


Was ich erreichen mag?

-> Es todsicher ins Grab schaffen
-> Dass meine Kunst noch zu meinen Lebzeiten verstanden wird


Kunst vor dem 21. Jahrhundert:

> irgendwas mit nackter Frau

Kunst im 21. Jahrhundert:

>irgendwas mit Sozio-Ökonomischem Status
>dem Künstler als Marke und Schmuck zum Angeben
>als Wertanlage

oder:

> Irgendwer macht 20 Million Umsatz im Jahr.
> Dieser Irgendwer geht zu einem Künstler und sagt: mach mir mal Kunst.
> Künstler macht ein paar sinnlose Striche und Farbkleckse auf die Leinwand und verlangt: 10.000
> Irgendwer beauftragt seinen Kumpel der mit Kunst seinen Lebensunterhalt verdient und schätzt das Kunstwerk auf 20 Millionen
> Irgednwer spendet dieses 20 Millionen Werk an ein Museum und kann in diesem Jahr 20 Mio steuerfrei verbuchen.
> Irgednwer hat 20 Millionen Umsatz im Jahr gemacht, keine Steuern gezahlt, profitiert dennoch von der eigentlich so finanzierten öffentlichen Infrastruktur und ich stehe im Museum und frage mich, was an sinnlosen Strichen und Klecksen Kunst sein soll.
> Der Hipster neben mir antwortet mir daraufhin auf diese Frage: "Dass ich das nicht sehen kann, weil ich nichts von Kunst und Kultur verstehe....."


Künstlerisch über mich gesprochen bin ich:
Wie Unkraut - weil es nicht vergeht.
Wie ein Edelgas, da es sich nur über die tiefen Schichten bindet,
Wie Grau, das im kollabierten Schwarz und Weiss verschwindet.


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Referenzen und Ausstellungen

- unbegrenzt - mein Talent

- 2020 - Ausstellung bei "Gesammelte Werke Hildesheim"
-2020 - 2021 - Teil einer privaten und Konzern-internen Ausstellung in Weissach
-2022 - Im mykoffje in Hildesheim



"Das Auge weiss wie Gold aussieht - das Herz weiss aber, was Gold ist" - JM


Selbstportrait im Frühjahr 2018